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Dienstag, 19. Dezember 2017

Schwangerschaft Update - mein 2. Trimester



Hallo ihr Lieben,

heute gibt es, passend zum Dickbauchdienstag, mal wieder ein Schwangerschaftsupdate von mir. Das zweite Trimester ist nun schon ein paar Tage vorüber und ich möchte meine Erlebnisse mit euch teilen.
Das zweite Drittel ist sehr aufregend und besonders schön für uns gewesen. Wie ihr aus dem letzten Schwangerschaft Post wisst, haben wir uns für eine Entbindungsklinik entschieden. Der richtige Anmeldetermin vor Ort ist allerdings erst Anfang Februar! Die haben es nicht so eilig, wie zum Beispiel das UK Eppendorf *haha*
Außerdem haben wir eine tolle neue Wohnung gefunden. Unsere erste gemeinsame Wohnung, Wahnsinn! Wir freuen uns so sehr. Also steht Januar der Umzug an.

Jetzt aber erstmal mehr zur Schwangerschaft. Das zweite Drittel gilt nicht umsonst als das angenehmste und schönste Drittel. Man hat endlich weniger Beschwerden, wie Übelkeit etc. Die Müdigkeit lässt langsam nach und man hat endlich wieder mehr Energie etwas zu unternehmen. Auch die Stimmungsschwankungen hören auf, da sich die Hormone finally in den Griff bekommen. Alles in allem lässt sich sagen, es ging mir gut. Ich hatte keine großen Wehwehchen und konnte im Laufe der Zeit jede Minute genießen.

Wir hatten zu Beginn des 2. Trimesters (14.Woche) ein Screening, um Entwicklungsschäden bei dem Baby zu erkennen. Wir haben uns ganz bewusst gegen eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden, da mein Arzt davon abgeraten hat. Wenn man keine Risikoschwangerschaft hat, reicht eine Nackentransparenzmessung, um erste Auffälligkeiten zu erkennen. Das schadet dem Baby nicht. Eine Fruchtwasseruntersuchung steigert immer auch das Fehlgeburtrisiko, das sollte man sich vor Augen halten. Leider wird nur diese von den Krankenkassen übernommen, obwohl sie genauso viel kosten würde wie das Screening. Typisch Bürokratie leider. Ich hoffe, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Das Screening hat bei meinem Arzt ca. 200 Euro gekostet inkl. aller Blutwerte. Das Screening war Gott sei Dank unauffällig. Es war der erste richtige Ultraschall, an dem mein Freund teilgenommen hat. Wir waren beide richtig baff, was in dieser kurzen Zeit aus unserem kleinen Bärchen geworden ist. Er sah nicht mehr aus wie eine kleine Bohne, sondern wie ein richtiges Baby. Damit hatten wir noch gar nicht gerechnet und ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Das war mit einer der schönsten Momente in meiner Schwangerschaft. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Arzt auch schon die Tendenz abgegeben, dass es ein Junge wird.

In der 17. Woche hatte ich unerwartet einen erneuten Ultraschall. Ich war in der Praxis aufgrund eines Beschäftigungsverbots. Die Arbeit wurde immer mehr, keiner nahm Rücksicht auf meine Schwangerschaft und gleichzeitig wuchs mit den Überstunden und den fehlenden Pausen auch die Verantwortung für meine Projekte. Da mein Freund und ich auch nicht zusammen wohnen, hatte ich keine Unterstützung zuhause. Dazu habe ich Morbus Crohn, eine chronische Erkrankung, die durch Stress gern zum Vorschein kommt. Insgesamt war es einfach zu viel für mich und jeder, der in einer Agentur arbeitet/gearbeitet hat, weiß wie stressig es ist. Normalerweise kann ich damit sehr gut umgehen, aber jetzt ging es nicht mehr nur um mich. Ich hatte die Verantwortung für ein kleines Leben und das wollte ich mit allen Mitteln beschützen. Mein Arzt hat nicht eine Minute gezögert, er sagte, ich solle sofort zuhause bleiben und alles stehen und liegen lassen. Das war Fluch und Segen gleichzeitig für mich. Ich bin ein Arbeitstier und ich will ehrlich zu euch sein. Die ersten Wochen ohne Arbeit sind hart. Man fühlt sich wie nutzlos. So war es natürlich nicht, aber so habe ich mich anfangs gefühlt. Mit der Zeit gewöhnt man sich dran, man hat ja schließlich trotzdem genug zu tun mit der Wohnungssuche, Umzug vorbereiten, Babykurse und Arztbesuche. Um auf Nummer sicher zu gehen bekam ich einen weiteren Ultraschall und jeder Millimeter wurde untersucht. So kam es auch, dass wir früher als geplant, das Geschlecht erfuhren. Ein Junge! Diesmal ohne Zweifel. Und ganze 420g wog er schon.


Weiterhin ist der Bauch endlich gewachsen und das in mehreren Schüben. Die Wachstumsschübe fand ich persönlich nicht sehr angenehm, aber sie hielten meist nur ein Tag an. Es fühlt sich so an, als hätte man ein zu enges Top an, das man ausziehen möchte, aber leider nicht kann 🤷🏻‍♀️ Außerdem drückt an diesen Tagen der Unterleib ganz besonders stark. Aber es ist alles auszuhalten. Man kann auch nicht viel dagegen tun. Ausruhen, cremen, Wärmflasche. 
Neben meinem Bauch, wurde auch die Zahl auf der Waage immer größer. Während ich im ersten Trimester nur 1 kg zugenommen habe, sind es im 2. Trimester 5,4 kg gewesen. Ich habe mal gelesen, dass man im zweiten Trimester am meisten an Gewicht zulegt, aber darüber sollte man sich eigentlich keinen Kopf machen. Mache ich mir natürlich trotzdem, auch wenn ich da keinen Einfluss drauf habe. Eine Schwangerschaft ist kein Zeitpunkt für eine Diät, auch wenn man natürlich nicht für zwei essen sollte. Ich versuche mich ausgewogen zu ernähren. Ich esse natürlich auch öfters mal Fastfood oder was Süßes, aber man sollte schon schauen, dass man pro tag auch genug Obst und Gemüse zu sich nimmt. 

Ein magischer Moment ist es, wenn man die Tritte des Babys zum ersten mal spürt. Das hat bei mir etwas länger gedauert, bis ich mir wirklich sicher war, aber Woche für Woche ist es eindeutiger. Dazu kommt, dass ich eine Vorderwandplazenta habe und die Tritte dadurch eh später zu fühlen sind. Am Ende des 2. Trimesters konnte auch der Babydaddy die Tritte eindeutig spüren. Es ist unbeschreiblich, wenn man mit dem Kleinen schon spielen kann, indem man auf den Bauch drückt und er zurück stupst. Einfach nur goldig.

Seid ihr auch schwanger? Wenn ja, in welcher Woche? 
Ich würde mich über den Austausch mit euch sehr freuen. 

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