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Samstag, 31. März 2018

Hallo Babybär - mein Geburtsbericht



Hallo ihr Lieben,

ich melde mich heute nun auch mal zurück. Wie ihr euch denken könnt, oder auf Instagram verfolgen konntet, ist unser kleiner Babybär geboren und wir sind endlich komplett. Lange haben wir auf diesen tag gewartet und doch ging es auf einmal alles ganz schnell. Am Sonntag ist unser Schatz 2 Wochen auf der Welt und es wird Zeit meinen Geburtsbericht mit euch zu teilen. Ich hoffe ihr lest solche berichte genauso gern wie ich. 

Eine Woche vor unserem ET wurde ich krank. Ich hatte Fieber und mir ging es wirklich gar nicht gut.  Das Fieber lies sich auch mit Paracetamol nicht senken und ich war mit den Nerven am Ende. Wie sollte ich eine Geburt durchstehen, wenn ich nicht mal aufstehen konnte ohne Schüttelfrost zu bekommen? 
Der Samstag kam und somit auch der errechnete ET. Der 17.03.2018. Endlich ging es mir besser, der erste Tag mit lediglich erhöhter Temperatur und ich konnte nachmittags sogar noch gut schlafen. Ich war total optimistisch die nächsten Tage noch Energie für die Geburt zu sammeln, denn er würde jetzt ja noch nicht kommen. Also lümmelte ich den Tag auf der Couch und abends kuschelte sich Sven auch noch mit auf die Couch. 
22:00 Uhr - Wir schauten einen Liebesfilm, der gerade im TV lief, als ich das Gefühl hatte in die Hose gemacht zu haben. Da ich so viel Husten hatte, habe ich mir erstmal nichts dabei gedacht, bin zur Toilette. Ich rief nach Sven und war total perplex, als ich ihm sagte:" Entweder habe ich mir grad in die Hose gemacht oder meine Fruchtblase ist geplatzt!" 
Ich lief im bad ohne Hose herum und wurde nervös, weil nichts mehr kam. Dann der nächste Schwall und es war klar: Die Fruchtblase war wirklich geplatzt! Ich ging schnell duschen, während Sven unsere Sachen packte und zum Auto brachte. Mein einziger Gedanke war: Wie polstere ich mich aus, dass die Hose trocken bleibt? Darüber hatte ich bis dato noch nicht groß nachgedacht. Ich packte also mehrere Wöchnerinnen Einlagen in meine Hose und hoffte auf das Beste. Auf dem Weg zum Krankenhaus war ich total aufgeregt und konnte es noch gar nicht glauben. Einerseits war ich so froh, dass es losgeht, andererseits hatte ich Angst, was jetzt auf mich zukommt, denn Wehen hatte ich noch keine und eine Einleitung wollte ich auf keinen Fall. 

Im Krankenhaus angekommen (23 Uhr), gingen wir direkt zum Kreißsaal und ich kam ans CTG. Ich spürte ganz leichte Unterleibsschmerzen, aber Wehen waren das noch nicht. Ich wurde über eine mögliche Einleitung aufgeklärt und wir durften dann unser Familienzimmer beziehen. Wenn nichts passiert, sollte ich am nächsten morgen einfach wieder hoch zum Kreißsaal kommen. Mittlerweile war es 0:00 Uhr. Wir bekamen noch etwas kleines zu essen aufs Zimmer und ich sollte noch etwas Kraft für die Geburt sammeln. Das war leichter gesagt als getan, denn kurze Zeit später fingen die Wehen an. Ich kann den Schmerz kaum in Worte fassen. Es war sehr heftig und fühlte sich an wie die schlimmsten Unterleibsschmerzen meines Lebens. Wegatmen war gar nicht mehr möglich und wir waren erst bei alle 7-6 Minuten. Ich versuchte es auszuhalten, aber um 6 Uhr morgens hielt ich es nicht mehr aus. ich weckte Sven und wir brauchten Ewigkeiten, bis wir die Treppen zum Kreißsaal erklommen hatten. Die Hebamme erwartete uns schon und sagte, sie hätte früher mit mir gerechnet. 
Ich kam wieder an das CTG und der Muttermund wurde abgetastet. 3cm! 
Ich verlangte nach einer PDA und um 7 Uhr bekam ich sie. Ich empfand die PDA als sehr unangenehm, aber als sie wirkte war ich so glücklich. Die Wehen waren auszuhalten und ich konnte sogar noch etwas schlafen. Meine Beine waren total kribbelig und ich konnte entspannen. Was ich nicht wusste war, dass man die Blase dann mit dem Katheter entleeren muss. Aber auch das war nicht schlimm. Sven war die ganze Zeit bei mir und ich war guter Dinge. Um ca. 10 Uhr war der MM bei 6-7cm. Ich wechselte vom Liegen ins Knien und lehnte mich mit dem Kopf an die Kopflehne des Bettes. Ich fühlte langsam den Druck nach unten. Bei der nächsten Untersuchung war der MM komplett offen und ich bekam einen Wehentropf, da die Wehen etwas zurückgegangen waren. 

Auf einmal ging alles ganz ganz schnell. Ich legte mich auf die Seite, da ich im Knien kein Kind bekommen wollte. Es fühlte sich für mich nicht richtig an. Als es also auf die Seite ging, dachte ich, ich bleib jetzt noch etwas so liegen, aber nein. Die Hebammen sagten, mit der nächsten Wehe sollte ich nach unten pressen. Ich war richtig geschockt und dachte ich hätte noch Zeit. Und wie nach unten drücken? Wo ist unten? Zack schrien mich beide an:" Schieb schieb schieb" und ja das tat ich. 2-3 Wehen vergingen, als es plötzlich hieß "STOP, nicht mehr pressen!!" Mein Herz rutschte in die Hose und ich hatte wahnsinnige Angst um mein Baby. Aber es war alles gut, er hatte die Hand mit an seinem Kopf und die musste erstmal wieder eingedrückt werden. Das Fruchtwasser war grün, anscheinend fand der Kleine die Geburt etwas stressig. 
Mit der 5. Presswehe war er dann auch schon da und ich heulte ohne Ende. ich habe noch sie etwas wundervolles erlebt. Ich bekam ihn auf die Brust gelegt. Dieses zarte perfekte Wesen. 11.59 Uhr 51cm, 3285g und 35cm Kopfumfang. Pure Liebe, die nur eine Mutter nachempfinden kann. 
Sven schnitt die Nabelschnur durch und wir kuschelten ganz viel. Dann kam noch die Plazenta, die wir uns ganz genau anguckten. Vor der Geburt sagte ich immer, ich will das gar nicht so genau sehen, aber man ist dann doch sehr neugierig und will wissen, was den Kleinen Menschen versorgt hat. 
Danach musste ich leider noch genäht werden, da ich einen Dammriss 1. Grades hatte. Es zwickte etwas, aber dank der PDA war es gut auszuhalten. 
Das waren die intensivsten 14 Stunden, die ich erlebt habe. 14 Stunden, die mich von meiner großen Liebe trennten. Ich könnte beim Schreiben schon wieder weinen, weil ich so glücklich bin. 

Interessiert euch ein Blog Post darüber, wie es mir nach der Geburt ergangen ist?


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